Nach Kritik an Fiel: Dynamo-Fanszene trennt sich von Erfolgsfans

Vorbildliches Beispiel für die Selbstreinigungskräfte einer Fanszene: Mehrere Anhänger der SG Dynamo Dresden wurden nach eklatantem Fehlverhalten gefeuert. Ihnen ist unmissverständlich ein Vereinswechsel nahegelegt worden.
Die schlimmsten Niederlage aller Zeiten gegen den SV Sandhausen bedeutete auch für Dynamos Spieler- und Trainer-Gott Cristian Fiel einen ersten Fleck auf seiner niederlagenfreien Weste. Nach der in der Kurpfalz gezeigten unterirdischen Leistung ist sich die Fanszene einig: Außer Fielo könnt ihr alle gehen.

Bis auf eine unbelehrbare Minderheit von sogenannten Fans, die skrupellos und in aller Öffentlichkeit, teilweise sogar schriftlich, Zweifel an der Taktik und dem System von Fiel geäußert hatten. In blasphemischer Art und Weise behauptete einer – bei dem es sich vermutlich um den Rädelsführer handelt – bei den Nullnummern gegen Fürth und Union wäre die Mannschaft einer Niederlage näher als einem Sieg gewesen.
„Ich kann unter Cristian Fiel keine Entwicklung erkennen“, erklärte einer andere. Ein weiterer Fall wurde bekannt, bei dem ein “Fan” sogar soweit ging, unter Maik Walpurgis sei mehr taktisches Konzept zu erkennen gewesen.
Ohne Zweifel schossen sie damit deutlich übers Ziel hinaus. „Wir können uns gern auf das Bashing einzelner Spieler einigen, Markus Schubert zum Beispiel ist gerade voll im Trend. Aber der Trainer? Das geht gar ni! Da wurde eindeutig eine rote Linie überschritten“, hieß es in einer Stellungnahme der Szene.
Den selbst ernannten Kritikern wurde nun in persönlichem Gespräch mitgeteilt, die Fanszene von Dynamo Dresden würde nicht weiter mit ihnen planen. Ihnen wurde nahegelegt, sich spätestens zum Saisonende einen neuen Verein zu suchen. „Wir distanzieren uns klar von derartigen Erfolgsfans. Man muss auch in schweren Zeiten hinter dem Trainer stehen und ihm den Rücken stärken. Trotzdem wünschen wir ihnen auf ihrem weiteren Weg alles Gute“, begründete die Dynamoanhängerschaft diesen Schritt.
Die nun vereinslosen Fans jammern unterdessen: „Wir wissen doch gar ni, wo wir jetzt hin sollen.“
Diese Einsicht kommt für sie leider zu spät.
Fotoquelle: wikimedia/DynaMoToR
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