Dynamos Rekordniederlage in Köln macht Hoffnung

Die weltbesten Dynamofans haben es in Köln vorgemacht: Entgegen der Ermittlungsergebnisse der Kölner Polizei können sie nicht nur randalieren und Städte zerstören, sondern vor allem Feste feiern, wie sie fallen. Gemeinsam mit der Mannschaft wurde nach Abpfiff eine Rekordniederlage ausführlich begangen. Immerhin waren wir Zeuge eines epochalen Ereignisses. Endlich hat die U40-Fraktion der Dynamofangemeinschaft ihr eigenes Trauma und muss sich nicht mehr nur von den Alten anhören: Weißt du noch damals, Uerdingen oder Wien oder Bayern. Ne, jetzt können wir künftige Generationen damit nerven: Ich weiß noch genau, wo ich damals war, als Dynamo 1:8 in Köln…. Aber es gibt noch mehr positive Seiten an dem Spiel, als es viele ewige Pessimisten und Nörgler vielleicht annehmen. Spuckelch erklärt, was von dem Spiel Hoffnung macht:

Abstiegskampf statt Aufstiegsträumereien

Die Mannschaft hat endlich begriffen, dass sie gegen den Abstieg kämpft und schont deshalb ihrer Kräfte für die wirklich wichtigen Sechs-Punkte-Spiele gegen direkte Konkurrenten im Tabellenkeller, wie kommende Woche gegen Ingolstadt

Abwehrarbeit

Das Ergebnis täuscht etwas darüber hinweg, aber über weite Strecken des Spiels stand die Null. Immerhin hat die Defensive über die gesamte Spielzeit betrachtet 83 Minuten kein Gegentor kassiert.

Offensivpower

Die Truppe hat gezeigt, dass sie in der Lage ist, die Defensive einer Spitzenmannschaft schwindlig zu spielen und so das schönste Tor des Spieles erzielt. Danach hatten sie den taumelnden FC phasenweise am Rande eines zweiten Gegentors. Aber immerhin konnte so das wichtige Auswärtstor erzielt werden. Dadurch reichen im Rückspiel sieben Tore für die nächste Runde.

Teamgeist

Der Teamgeist stimmt. Die Mannschaft spendierte ihrem „Küken“ Markus Schubert einen Ausflug ins Bällebad und zeigte damit, dass es im Leistungssport um mehr geht, als nackte Zahlen und Ergebnisse. “Schubi” hatte nach dieser Geste sogar Tränen in den Augen.

Aktualisierung: Möglicherweise wurde der dynamische Rekord zu früh gefeiert. Der KFC Uerdingen will offenbar beim DFB-Sportgericht Protest gegen mindestens zwei Tore des 1. FC Köln einlegen. Zu den wenigen Höhepunkten der Vereinsgeschichte gehöre, die meisten Tore gegen die weltberühmte SG Dynamo Dresden geschossen zu haben, dass wolle man sich nicht von so einer Karnevalstruppe kaputt machen lassen, heißt es in internen Chat-Protokollen der Vereinsbosse. Gegen welche Tore protestiert wird, müsse allerdings noch entschieden werden.