Weiteres Trainerbeben: Dynamo Dresden stellt Maik Walpurgis frei

Der berühmteste Zweitligist Dynamo Dresden kommt einfach nicht zur Ruhe. Der erst vor kurzem der Öffentlichkeit vorgestellte Trainer Maik Walpurgis wurde von seiner Aufgabe, die “Wir haben einen Traum”-Vision zu erfüllen – die Mannschaft kurzfristig in die Bundesliga und mittelfristig in den Europapokal zu führen – freigestellt.

Die Vereinsführung reagierte damit auf den ausbleibenden sportlichen Erfolg des nach wie vor punkt- und sieglosen Trainers. Zwar wurde ihm zugesichert, Zeit zu bekommen, um sein Konzept umzusetzen, es sei aber anhand der bisherigen Punktausbeute nicht ersichtlich, dass er die vollkommen verunsicherte Mannschaft noch erreicht und in der Lage ist, sie auf den Bundesligaaufstieg einzuschwören.

Wie aus undurchsichtigen Kreisen weiterhin durchsickerte, war dies nicht der einzige Grund für die eilige Beurlaubung von Walpurgis. Das Management räumte schwerwiegende Fehler bei der eigenmächtig getroffenen Trainerwahl ein. Demnach wurde die wichtigste Ebene des Vereins bei der Entscheidung für die Anstellung von Walpurgis übergangen: Die fangeführte Trainerfindungskommission (TFK). In den vergangenen Tagen wurden intensiv die fachlichen Expertisen der Kommission in den sozialen Netzwerken Twitter, Facebook und Instagram analysiert. Dabei wurde das Versagen der sportlichen Leitung der SG Dynamo Dresden hinsichtlich ihrer Trainerwahl mehr als offensichtlich: Walpurgis ist keiner, der zu Dynamo passt oder einen Kredit bei den Fans hat, außerdem sei er ein komischer Typ, so die fast einhellige Meinung der TFK. Eilig ruderte die Vereinsführung daraufhin zurück. In enger Abstimmung mit der TFK werde jetzt ein geeigneter Kandidat gesucht.

Dem Vernehmen nach soll nun doch noch mal der Kontakt zu Zinedine Zidane intensiviert werden. Der französische Weltmeister und Champions-League-Sieger-Coach hatte sich zuletzt selbst ins Gespräch gebracht: “Ich werde mit Sicherheit recht zeitnah wieder trainieren, weil es das is, was mir gefällt und was ich kann”, hatte der 46-Jährige zu Wochenbeginn dem spanischen TV-Sender TVE gesagt. Erst jetzt reagiert Dynamo auf diese Angebot. Bleibt zu hoffen, dass es nicht zu spät ist, um einen Kandidaten anzustellen, der dem Format der berühmten SGD gerecht wird.