Paartherapie: Die Rückkehr des Ex

Gegen Mannschaften, die „oben“ stehen, fahren die neuhausschen Mannen ja mit schöner Regelmäßigkeit Überraschungs- bis Sensationssiege ein. Gilt das auch für Gegner, die da „oben“ stehen müssten, es aber nicht tun? Was auch an einem teuer transferierten Torjäger liegt, der seine Jagd-Qualität im fremden Revier bislang äußerst überschaubar zur Entfaltung gebracht hat.  


Und so ist für zwei Seiten Vergangenheitsbewältigung angesagt. Das Spiel gegen Ingolstadt – oder um mich als Kenner der Zweitligaszene zu erkennen geben, die Schanzer – gleicht mehr einem Gang zur Paartherapie, als dem auf den heiligsten Rasen der Fußballwelt. Der verlorene Sohn kehrt zurück. Der Torjäger aus dem K-Block, der ultraste Fußballgott der je das Dynamowappen geküsst hat, läuft gegen seine große Liebe auf. Für uns fühlt sich das an, als würde die Ex nochmal mit dem Audi in der Eckkneipe vorfahren und ihren Typen im Anzug mitbringen, der uns die Kohle für zwei Sterni zustecken will… Kurz davor auszurasten, machen wir natürlich das, was jeder vernünftige Sitzengelassene tut: Wir zeigen, wie gut es uns ohne diese Schla… Diva geht. Eigentlich viel besser. Dass sie uns verlassen hat, ist ein großes Glück. 

Und ohne IHN kommen wir ohnehin viel besser klar. Immerhin haben seine Nachfolger bei Heimspielen, also direkt vor unseren Augen, schon doppelt so viele Buden gemacht, wie er bei seinem Neuen. Also genau ZWEI. Könnte uns gar nicht besser gehen. Lasst uns also entspannt dabei zuschauen, wie er für die Falschen den Rasen umpflügt, den Gegner beackert, den Schiri auffrisst und nicht trifft. Obwohl letzteres sei ihm doch gegönnt. Es wäre der erste Dynamosieg, bei dem es völlig egal ist, wie viele Tore Stefan Kutschke schießt. 

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